Meditation

 

Wer seinen Neider liebt
und gut von Feinden spricht,
sag, ob derselbe nicht
von Dornen Trauben bricht?
(Angelus Silesius)

 

Mein Verständnis von Meditation umfasst sowohl eine für begrenzte Zeit vorgesehene Methode der Zentrierung im eigenen Wesen als auch eine Geisteshaltung, die letztendlich alle Lebensvollzüge zu durchdringen vermag und Stabilität, Ruhe, Stille, Liebe, Ausgewogenheit und Akzeptanz zur Folge haben kann.

 

Diese Bewusstseinshaltung entwächst zunehmend dem eigenen Sein und vertieft sich nach und nach in ein mitfühlendes Einsein mit allen Aspekten des Lebens.

 

Meditation bezieht die Kontemplation (konzentrierte und wachsame Schau) auf die eigenen Schattenanteile ein und findet sich letztendlich in der Wiederanbindung an unseren Seelen- und Gottesgrund wieder.

 

Unsere Persönlichkeit stellt sich so in den Dienst des höheren Seins und wird mit dem eigenen Wesenskern „eins-und-einig“.

 

So durchdringt Liebe und Hingabe unsere täglichen Lebensvollzüge und lässt uns in Achtsamkeit und Hinwendung Geistes-Gegenwart gestalten und beibehalten.